Die Finanzkrise und der Irrsinn der deutschen Regierung

Die Finanzkrise begann im Frühsommer 2007 mit dem Platzen der Immobilienpreisblase. Immer mehr Häuslebauer in den USA, die ihre Eigenheime oft ohne jeglichen Eigenanteil erworben hatten, konnten die steigenden Zinsen nicht mehr zahlen. Darunter litten oft sehr komplexe Finanzprodukte, die sogenannten forderungsbesicherten Wertpapiere (Asset Backed Securities), die von den Investmentbanken zusammengeschnürt und an Banken in aller Welt (auch viele deutsche Finanzinstitute und Landesbanken) verkauft worden waren. Besonders die Märkte für Kreditpapiere von Schuldnern mit geringer Bonität, das Subprime--Segment, brachen zusammen. Die Banken waren gezwungen, die als "faule“ Kreditpapiere bezeichneten Anlagen abzuschreiben. Weltweit mussten die Finanzinstitute hohe Verluste realisieren und damit begann nun die sogenannte Bankenkrise.

Insbesondere nach der spektakulären Pleite der US-Bank Lehman Brothers kam es zu einer Vertrauenskrise zwischen den Banken: Jede Bank befürchtete, dass die andere Bank weitere "faule“ Kreditpapiere verheimlicht und unter der Last der Abschreibungen zusammenbrechen , also Pleite gehen könnte. In der Folge kam der Kreditfluss zwischen den Banken fast zum Erliegen. Doch auch produzierende Unternehmen und die Bürger wurden Opfer der Kreditklemme: Die Banken vergaben aus Angst vor Ausfällen nur noch selten Kredite oder erhöhten die Bedingungen für die Kredite ganz extrem. Mittlerweile sind viele Banken pleite und mussten geschlossen oder verkauft werden.

Spätestens seit Dezember 2008 hatte diese Krise auch die Realwirtschaft und den gesamten sozialen Bereich erfasst. Durch das skrupellose Handeln der Banken wurde nun eine negative Kettenreaktion aktiviert, welche nach und nach alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfasst und weltweit extreme Schäden verursacht. Die grösste Finanz- und Wirtschaftskrise seit den Weltkriegen hat begonnen und niemand weis, wie und wann sie zuende ist.

Die verantwortlichen Personen, Banker, Vorstände und Aufsichtsräte wurden und werden (bis auf seltene Ausnahmen) aber nicht zur Verantwortung gezogen, sondern erhalten zusätzlich hohe Abfindungen und Bonus-Zahlungen in Millionenhöhe, wenn Sie gehen..

 

 

Jetzt kommt aber das absurdeste überhaupt: Die zusammenbrechenden Banken werden von den Regierungen mit gigantischen Geldsummen gerettet, damit diese nicht kollabieren und pleite gehen. Hilfspakete, Verstaatlichungen und Konjunkturprogramme werden in Deutschland (und auch in anderen Staaten) rasch zusammengebastelt. Wie die USA und auch andere Staaten verschuldet sich Deutschland nun in gigantischer Höhe und greift damit massiv in das marode System ein. Es kommt zu einer unvorstellbar hohen Verschuldung des Staates, ausgeglichene Haushalte rücken in die Ferne.

Aus der Banken- und Wirtschaftskrise könnte sich nun eine Staatskrise entwickeln und im schlimmsten Fall endet das Ganze in einem Staatsbankrott. Staatliche Geldspritzen und Konjunkturprogramme, um das kränkelnde System am Leben zu erhalten, können eine Rezession nicht verhindern und führen zum Ausverkauf gesellschaftlichen Wohlstands. Diese geliehene Geld muss in Zukunft der Steuerzahler, also der Bürger (wir und unsere Kinder) irgendwann zurück zahlen. Rechnerisch ist dies bei realistischer Betrachtung aber nicht möglich. Die Zinsen und die Steuerbelastung werden höchstwahrscheinlich früher oder später enorm ansteigen.

Doch während die Bürger, also die Steuerzahler die Lasten tragen müssen, ändert sich in den Bank-Chefetagen wenig: Die Vorstände kassieren weiterhin extrem hohe Gehälter, Sonderzahlungen und Abfindungen. Die Verluste der Banken werden also sozialisiert (die Gemeinschaft muss den Schaden bezahlen) und die Gewinne wurden und werden weiterhin bei den Bankern privatisiert.

Man hat immer noch nicht erkannt und begriffen, dass die Finanzinstitute, Banken und Sparkassen im Grunde wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen haben. Diese Aufgaben sind, alle Gelder aktiv und verantwortungsvoll im gesamtgesellschaftlichen Geldkreislaufsystem zu verteilen, zu bewegen und den Geldkreislauf zu schützen, zu regeln und zu steuern. Kundengelder und Leihgelder (Kredite) müssen und dürfen ausschließlich produktiv und zum Heil der Gesellschaft eingesetzt werden, um alle 8 elementaren Bereiche der Gesellschaftsstruktur zu fördern und die jeweiligen Aktivitäten zu finanzieren. Eine reine profitorientierte Geldsteuerung, also möglichst viel Geld mit fremden Geldern zu verdienen, darf niemals praktiziert werden. Alle Finanzinstitute, Banken und Sparkassen müssen daher ausschließlich als Non-Profit-Organsiationen unter strenger Aufsicht und Kontrolle arbeiten. Gewinne dienen lediglich dazu, die für die Aufgaben und Tätigkeiten erforderliche Kostendeckung zu gewährleisten. Darüber hinausgehende Überschüsse müssen wieder in den sozialen Bereich zurück geführt werden.

Die jetzigen Probleme, welche durch die Banken mit ihrem antisozialen und geldgierigen Verhalten in einem fehlerhaften (kranken) Finanzsystem verursacht wurden, diese Probleme versucht man nun mit dem selben fehlerhaften Denken und Handeln zu lösen, welche diese Probleme verursacht haben. Dies kann natürlich nicht funktionieren. Was für ein Irrsinn der deutschen Regierung. Die Zukunft wird sehr spannend und aufregend werden.